Über 100 Hektar können auf der östlichen Hafenseite modular erschlossen werden

Perspektiven: Hafen Uelzen

Über 100 Hektar können auf der östlichen Hafenseite modular erschlossen werden

Über 100 Hektar können auf der östlichen Hafenseite modular erschlossen werden

Das primäre Ziel der Hafenbetreiber besteht in der Unterstützung der ortsansässigen Betriebe und der weiteren Optimierung der Transportketten. Der Uelzener Hafen verfügt daneben aber auch über das größte Flächenpotenzial der drei ESK-Häfen. Im unmittelbaren Hafengebiet erstreckt sich die Erweiterungsfläche auf insgesamt 15 Hektar, davon sechs Hektar unmittelbar am Wasser. Auf der östlichen Kanalseite befindet sich zudem ein Areal, auf dem bis zu 100 Hektar erschlossen werden können. Ein Bahnanschluss ist bereits vorhanden, so dass ein sofortiger modularer Ausbau nach jeweiligem Bedarf möglich ist.

Der Bund und die Deutsche Bahn planen zudem den Bau bzw. Ausbau zweier großer Verkehrsachsen, in dessen Schnittpunkt Uelzen liegt: Die A39 (Hamburg-Wolfsburg) und die Amerika-Linie (Bremen-Uelzen-Berlin/Magdeburg). Damit könnte Uelzen sowohl als günstiger Produktions- als auch Distributionsstandort für Firmen interessant werden, da der Hafen an gleich drei europäische TEN-T-Trassen angeschlossen wäre. Nach Norden und Westen hin sind die Nordrange-Häfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven erreichbar, nach Osten die Großräume Berlin, Leipzig und Prag und nach Süden Hannover, Nürnberg und München. 

Angedacht ist zudem der Umschlag von Containern. Ein Leercontainerdepot für den Hamburger Hafen ist hier ebenso möglich wie die Ansiedlung damit verbundener Reparaturwerkstätten und der Aufbau eines Terminals für den kombinierten Verkehr (KV).

Parallel dazu soll auch der Schwergutumschlag erweitert werden.

Diese Option wird wie beim KV von dem maroden Zustand des deutschen Fernstraßennetzes genährt. Da 3.000 von 5.000 der deutschen Autobahnbrücken baufällig und zum Großteil abgelastet sind, müssen Schwerlastverkehre derzeit enorme Umwege in Kauf nehmen. Weil sie nur nachts fahren dürfen, erhöhen sich die Transportzeiten oft um mehrere Tage. Derartige Restriktionen kennt dagegen das Binnenschiff nicht.