Eine leistungsstarke Hinterlandanbindung der nord- und mitteldeutschen Industrie an den Hamburger und Lübecker Hafen

Der Elbe-Seitenkanal

Eine leistungsstarke Hinterlandanbindung der nord- und mitteldeutschen Industrie an den Hamburger und Lübecker Hafen

Der Elbe-Seitenkanal

Getreideverladung Binnenhafen Lüneburg
Getreideverladung Binnenhafen Lüneburg Bildnachweis: © Hafen Lüneburg GmbH
Der Elbe-Seitenkanal
Die Kilometrierung des Elbe-Seitenkanals (ESK) beginnt am Mittellandkanal (MLK).

Drei Häfen – ein Verbund

Eine leistungsstarke Hinterlandanbindung der nord- und mitteldeutschen Industrie an den Hamburger und Lübecker Hafen

Der Elbe-Seitenkanal (ESK) ist eine der bedeutendsten künstlichen Wasserstraßen Deutschlands. Seit fast 40 Jahren stellt er  eine sichere, multimodale Hinterlandverbindung für die deutschen Seehäfen Hamburg (über die Elbe) und Lübeck (über den Elbe-Lübeck-Kanal) dar. Über 9,3 Millionen Tonnen werden jedes Jahr über den ESK transportiert. 2013 durchfuhren ihn über 11.500 Schiffe. Damit leistet der ESK auch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der anderen Verkehrsträger Straße und Schiene.

Entlang des ESK haben sich drei leistungsfähige Häfen etabliert: Wittingen, Uelzen und Lüneburg. Sie tragen in erheblichem Maße zur Versorgung von Industriebetrieben in den jeweiligen Städten und den umliegenden Landkreisen bei und haben sich unter Federführung der Süderelbe AG im Sommer 2014 zum Hafenverbund Elbe-Seitenkanal zusammengeschlossen, um künftig die vielen Potenziale, die der ESK bietet, gemeinsam zu nutzen.

 

Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung

Ökologische Vorteile rücken zunehmend ins Zentrum des Fokus

Die 115,2 Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung zwischen der Elbe und dem Mittellandkanal wurde in den Jahren 1968 und 1976 gebaut und stellt eine entscheidende Verbesserung sowohl für die Wirtschaft im norddeutschen Raum als auch im ökologischen Bereich dar. Denn nach Berechnungen des Umweltbundeamtes verursacht die Binnenschifffahrt ähnlich geringe Emissionen wie die Bahn. Und ein Binnenschiff ersetzt bis zu 75 LKW.

Historisch gesehen ist der ESK ein Produkt der deutschen Teilung. Der Mittellandkanal war über die Elbe aufgrund des Eisernen Vorhangs nicht mehr erreichbar. Heute liegt der Vorteil des ESK neben der konstanten Wassertiefe von über vier Metern, die im Gegensatz zu den schwankenden Pegeln der Elbe steht, auch in der Abkürzung zwischen Elbe und Mittellandkanal von 33 Kilometern, was über drei Stunden Fahrzeit entspricht. Seit der Wiedervereinigung und der Erschließung der osteuropäischen Märkte gewinnt der ESK zunehmend an Bedeutung, da er auch die Erreichbarkeit des Wasserstraßenkreuzes bei Magdeburg deutlich verbessert. Letztlich sind über das gesamte Wasserstraßennetz auch Ballungsgebiete wie der Großraum Berlin, das Ruhrgebiet sowie Bayern, Baden-Württemberg und der gesamte südosteuropäische Raum erreichbar.