Aktuelles Luftbild Hafen Lüneburg
28 Januar 201610:09

Umschlagsrekord im Hafen Lüneburg

Aktuelles  // Pressemitteilung  // Logistik und Hafen | veröffentlicht von: Henning Lindhorst

Perspektiven zur weiteren Entwicklung sind vorhanden

Lüneburg, den 25.01.2016 (Hafen Lüneburg GmbH) - Der Umschlag der Hafen Lüneburg GmbH hat sich das zweite Jahr in Folge gesteigert und folgt damit dem allgemeinen positiven Trend der Transporttonnage auf dem Elbeseitenkanal. In 2015 wurden insgesamt knapp 290.000 to an Massengut und Fertigprodukten über den Hafen und die Industriebahnen bewegt.  Sowohl im Schiffsumschlag, als auch im Bahnumschlag gab es eine positive Entwicklung.

In 2015 haben 197 Binnenschiffe den Hafen Lüneburg angesteuert und ca. 234.000 to an Massengut transportiert. Über die Industriebahnen wurden ca. 53.000 to an Massengut und Fertigprodukten bewegt.

Würde die gesamte Transportmenge mit dem LKW transportiert werden, so entspricht dieses etwa 13.000 LKW Fahrten oder einer LKW-Kette von ca. 400 Km Länge. Das entspricht der Fahrstrecke von Lüneburg nach Düsseldorf.

Die positive Entwicklung resultiert vor allem aus einer Steigerung des Umschlages von landwirtschaftlichen Produkten + 62 % und Steinen und Erden + 29 %. Grund hierfür ist unter anderem eine in 2015 erfolgte Ansiedlung eines Baustoffhändlers, mit einem eigenen Umschlagsplatz, direkt im Hafen Lüneburg.
 
Die Perspektive zur weiteren Steigerung des Umschlages, wird, auch aufgrund aktueller Erweiterungsplanungen der Raiffeisen-Getreidelagerhaus Lüneburg-Embsen GmbH, als positiv eingeschätzt. Die Gesellschaft plant, auf bereits erworbenen Flächen, die Errichtung einer Düngemittelhalle, die sowohl vom Binnenschiff, als auch über die Bahn mit moderner Umschlagstechnik bedient werden kann.

Seitens der Hansestadt Lüneburg und der Hafen Lüneburg GmbH wurden in 2015 für einen Baubeginn dazu die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Das Baugelände wurde mit einer neuen Zufahrtsstraße in Verlängerung der Otto-Brenner-Straße erschlossen und seitens der Hafen Lüneburg GmbH wird derzeit die Grunderneuerung der Hafenbahn vorangetrieben, um zukünftig die vorhandene Bahninfrastruktur wieder vollumfänglich nutzen zu können.

Unter der Voraussetzung unveränderter, volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen rechnet die Hafen Lüneburg GmbH derzeit mit einem mittelfristig weiteren aber moderaten Anstieg der Jahresumschlagsmengen über den Hafen und die Lüneburger Industriebahnen.

Der 1975 / 1976 im Zusammenhang mit dem Neubau des Elbe-Seitenkanals errichtete Hafen bietet aber darüber hinaus noch weiteres Entwicklungspotential, da die vorhandene Hafeninfrastruktur Mitte der siebziger Jahre großzügig ausgestaltet wurde.

Mit seinen 7 Binnenschiffsliegeplätzen, seiner ausgedehnten und leistungsfähigen Bahninfrastruktur ist der Hafen Lüneburg der größte Binnenhafen am Elbeseitenkanal. Er ist baulich hervorragend für die gleichzeitige  Abfertigung mehrerer Binnenschiffe und Güterzüge ausgelegt.

Eine strukturelle Entwicklungsperspektive bietet zudem die östlich gelegen Landzunge des Hafens an der Elso-Klöver-Straße, da hier derzeit ein ca. 1,3 ha großes Grundstück, das sich im Eigentum der Hansestadt Lüneburg befindet, zum Verkauf und zur Ansiedlung hafenaffiner Unternehmen angeboten wird.

Siehe:   

http://www.wirtschaft-lueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-8220/14273_read-74319/

Seit Herbst 2015 findet derzeit leider kein Bahnverkehr auf der Industriebahn-West, der Goseburgbahn, mehr statt, da Transporte der Opel AG zwischen dem Werk des Automobilzulieferers Yangfeng Global Automotive Interior Systems Co. Ltd. zwischen Lüneburg und dem Fertigungswerk der Opel AG in Gleiwitz auf den LKW-Transport verlagert wurden. Strategisch ist die Firma Yangfeng aber weiterhin auf einen funktionierenden Gleisanschluss angewiesen. Die  Hafen Lüneburg GmbH hofft somit, dass zukünftig wieder Bahntransporte für die Firma Yangfeng über die Goseburgbahn erfolgen werden oder auch andere Firmen in der Goseburg zukünftig die Bahn, als nachhaltigen Verkehrsträger, nutzen könnten.  

Die Lüneburger Industrie- und Gewerbegebiete sind mit dem trimodalen Hafen am Elbeseitenkanal, den Industriebahnen mit direkter Anbindung an die DB Hauptstrecke Hamburg-Hannover und die A 39, mit schneller Anbindung an die A 7, nicht nur hervorragend verkehrlich in der Metropolregion Hamburg angebunden, sondern liegen mit allen Verkehrsträgern am transeuropäischen Kernverkehrsnetz.

Die Weiterentwicklung trimodaler Verkehrsstandorte und nachhaltiger Transportlösungen, zur besseren Nutzung der Verkehrsträger Bahn und Schiff, auch in den Wirtschaftssektoren Handel und Produktion werden derzeit durch die europäische Union aktiv, durch das noch bis 2020 aufgelegte Förderprogramm „Connecting Europe“ (CEF), unterstützt. An einer Ansiedlung in Lüneburg interessierte Unternehmen könnten gegebenenfalls von einer Förderung profitieren, da der Hafen Lüneburg geographisch an einem europäischen Verkehrskorridor liegt.

Aufgrund der derzeitigen positiven regionalen Entwicklung, der vorhandenen Infrastruktur, sowie der sofort für eine Neuansiedlung baureif zur Verfügung stehenden Fläche, schätzt die Hafen Lüneburg GmbH die mögliche Entwicklung als grundsätzlich positiv ein.    

Für die Beantwortung etwaiger Fragen steht Ihnen der Geschäftsführer Herr Strehse, unter 0171 214 2813 gerne zur Verfügung.


Umschlagsmengenentwicklung im Hafen Lüneburg 2005 - 2015
Verteilung der Jahresumschlagsmenge 2015 auf Güterklassen