Schluss mit den Energieträchtigen Wettrennen vor den Abstiegsbauwerken
Schluss mit den Energieträchtigen Wettrennen vor den Abstiegsbauwerken
31 März 201507:48

ESK soll attraktiver werden. Hafenverbund will neue Kunden gewinnen.

Aktuelles  // Newsletter | veröffentlicht von: Frank Michael Braun [SAG]

Der Elbe-Seitenkanal (ESK) soll attraktiver werden. Schon jetzt erreicht der Umschlag in den drei angrenzenden Häfen Lüneburg, Uelzen und Wittingen insgesamt über 1 Million Tonnen. Doch die meisten der 12.000 Schiffe, die den ESK jährlich durchfahren, lassen die ESK-Häfen links liegen und haben Hamburg als Ziel.

Im Jahr 2014 hat die Süderelbe AG als Teil der Logistik-Initiative Hamburg im Rahmen ihrer clusterorientierten Wirtschaftsförderung den Grundstein für den Aufbau eines Hafenverbundes am ESK gelegt. Projektpartner sind die Stadt und der Landkreis Uelzen, die Hafen Lüneburg GmbH, der Landkreis Gifhorn, die Stadt Wittingen, das Binnenschifffahrtskontor Sommerfeld GmbH (BKS) sowie die Logistik-Initiative Hamburg.

Ziel ist es, künftig die Aktivtitäten gemeinsam zu vermarkten und so neue Kunden zu gewinnen. Das Projekt wird von Frank Braun von der Süderelbe AG geleitet. Er glaubt, dass der ESK erhebliches Potenzial besitze. Schiene und Straße stießen schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Dagegen biete der Wasserweg im Landesinneren noch reichlich Entfaltungsmöglichkeiten. Der Anteil des Binnenschiffs am Modal Split im  Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens liege insgesamt bei elf Prozent, im Containerbereich dagegen nur bei gerade einmal 1,7 Prozent. Da bis zum Jahr 2030 mit einer Verdoppelung der seeseitigen Umschlagleistung im Containerbereich gerechnet werde, gebe es hier reichlich Perspektiven. Selbst der Hamburger Senat habe es sich zum Ziel gesetzt, diesen Anteil auf fünf Prozent zu verdreifachen. Im Zuge dieses von der EU geförderten Projektes soll auch ein Wasserstraßenleitsystem entwickelt werden, das den Verkehr vor und hinter den beiden großen Schleusen auf dem ESK optimiert.